Posts mit dem Label Bungalowlife werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bungalowlife werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 2. Februar 2019

Einsichten und Aussichten

Ich fange heute mal mit dem PS an:
Man gewöhnt sich dran. Ich gehe heute schon ohne Taschenlampe die fünf Stufen zum Klo. Yeah!
Nun bin ich seit einer Woche unterwegs und bin gerade angekommen. Und irgendwie muss da noch so viel kommen. Schließlich dachte ich, ich habe auf dieser Reise ja viel Zeit nachzudenken, ein oder zwei Bücher zu lesen und mir dabei selbst etwas näher zu kommen. Hm. Bis jetzt irgendwie nicht. Also jedenfalls nicht nachgedacht. So lange und richtig. Und kein, aber auch gar kein Buch angefangen. Stattdessen geht es morgen auf große Tour durch den Phang nga Nationalpark nach Krabi runter. Ob es dort anders wird? 

Naja wenn man es so betrachtet habe ich vielleicht doch etwas über mich gelernt. Dass ich wohl doch einen kleinen Luxus (ist es das?) brauche, um zu entspannen. Also zum Beispiel so ein richtiges Bad ;-) Ich wollte das eigentlich nicht so wahrhaben aber lernen über sich selbst heißt wohl eben auch zu akzeptieren, wie man nun mal eben tickt. Und ich ticke so. 

Ach und ich habe auch gelernt, dass einen ganzen Tag mit zwei Fremden verbringen wiederum überhaupt kein Problem für mich darstellt. Heute habe ich James Bond besucht. Naja oder die berühmte Insel. Zum Glück nur in sicherem Abstand zu den Touristenmassen (sie haben da echt Buden auf die Insel gepflastert). Zum Glück waren meine beiden netten Mitreisenden aus Niedersachsen der gleichen Meinung. Wir haben beschlossen, dort noch eine Martinibar zu eröffnen und den Film zu zeigen... Nein, ganz ohne Ironie haben wir viel erlebt: Schwimmen an der malerischen Bucht von Koh Kudu, Flughunde sehen auf Koh Roi, das Stelzendorf Koh Panyee besichtigen und sich dort eine Seebrasse fangen lassen. Den Abschluss bildeten eine kleine Höhlenwanderung und schwimmen an der Strandspitze von Koh Yao Yai. Und das alles auf einer Fahrt durch die Phang Nga Bay...!

Fotos folgen übrigens wenn ich wieder richtig WLan habe. Ja den Luxus gönn ich mir :-)

...hier sind sie nun:



Freitag, 1. Februar 2019

Unbequem

Raus aus der Komfortzone heißt manchmal auch, dass es unbequem sein kann. Nicht umsonst ist es drinnen ja so schön gemütlich. Heute habe ich mich mal außerhalb befunden. Was nicht funktioniert: Gefühl austricksen wollen. Was funktioniert: Situation an- und das Schöne drumherum dennoch wahrnehmen! Denn der Blick auf die vielen Inseln und Felsen zwischen Koh Yao Noi und Krabi sind einfach fantastisch. Vor allem wenn man auf einer dieser malerischen Schaukeln sitzt.


Meine jetzige Unterkunft ist sehr weit aus meiner Komfortzone heraus gelegen. Nennen wir es Pipi Langstrumpf Haus oder Bungalow am Meer - so oder so: ich muss mich der Begegnung mit Insekten stellen. Ein Klo mit Spülung durch eine Schüssel Wasser befindet sich außen an meinem Bungalow. Ich glaube jetzt wisst ihr was ich meine. Vor allem wenn man eben jene Schüssel im Dunkeln nicht benutzen kann, weil ein Frosch es sich bereits darin gemütlich gemacht hat.

Habe ich vor ein paar Tagen geschrieben, es gäbe kein drinnen und draußen hier - so muss ich eben auch jetzt im umgekehrten Sinne damit auskommen. Ich wollte es ja so. 

Der Tag nach Inspektion meines Schlafhäuschens also begann mit Ebbe. Der Versuch dennoch schwimmen zu gehen endete mit Schlammwaten und einem Quallenbiss am Knie. Dazu gesellte sich etwas Magengrummeln nach dem Genuss eines Currygerichts und trotz Deet der erste Mückenstich.

Aber so ein Tag gehört auch dazu. Und es ist alles wieder okay. Auf der Schaukel dennoch den Sonnenuntergang zu genießen ist dann die hohe Kunst und gelingt schon ganz gut. Und wer kann schon beim Einschlafen dem Wellenrauschen zuhören?