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Freitag, 22. Februar 2019

Was, schon Zeit für ein Fazit?

Ich bin durch den Dschungel gerannt, habe Fische und Elefanten gesehen, auf Bangkok geblickt. Unglaublich, was ich in drei Wochen alles erlebt habe. Viel, viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Mich selbst gefunden? Habe ich nicht. Ich habe einfach einen neuen Flecken auf dieser Erde entdecken dürfen. Ein Erfolg? Das war die Reise auf jeden Fall! Mein Fazit? Alleine reisen ist gar nicht so anders.

Man überlegt nicht lange, sondern irgendwie ergibt es sich immer schnell: wo man isst, was man am nächsten Tag macht, wann man losfährt zum Flughafen. Wahrscheinlich weil man es einfach innerlich weiß. Und einfach macht. Überhaupt habe ich hier begonnen, viel mehr im Moment sein zu können, statt lange nachzudenken. Denn dieser Moment kommt nicht wieder. Ob du nun in der sengenden Sonne auf die Polizei wartest oder die ersten Fische im glasklaren Meer erblickst.

Man ist relaxter, auch wenn mal was schief geht: das innere "och schade" ist schnell überwunden, Pläne schnell geändert. Seine Komfortzone kann man sich überall schaffen. Und hin und wieder lockt einen die Welt dann sowieso heraus.

Was ich gelernt habe - hier in aller Kürze:

Reiseplanung:
Das Planen der Weiterreise ist etwas lästig, da man manchmal das im Moment sein gegen ein lahmes wlan tauscht.

Das Wichtigste was ich mithatte: 
Powerbank und Handy. Für Fotos, Telefonate mit der Polizei und Kontakt zu all den Lieben.
Zudem: Lange dünne Hose und T-Shirts für muslimisch geprägte Gebiete und die vielen Tempel.

Was ich hätte zuhause lassen können: 
So allerlei. War ja klar. Die Bücher. Tops. Kleider, die über dem Knie enden. Aufgrund meiner Unterkunftswahl hätte ich auch kein Mosquitonetz und keinen Steckdosenadapter gebraucht.

Was ich (über mich) gelernt habe: 
Ich krieg das alles hin und es wird schön. Keine Langeweile zu keinem Zeitpunkt. Nächstes Mal: Immer einen Tag länger bleiben, um Gesehenes zu verarbeiten und die Erholung nicht zu vergessen. Mal gar nichts anzusehen, sondern nur aufs Meer zu schauen.

Und: 
Die Menschen sind nett. Sie helfen, wenn man Kurven nicht verträgt, sie sorgen für tolle Gespräche beim Abendessen oder nach Sonnenuntergang, man kann mit ihnen einen lockeren Tag auf See verbringen. Und selbst wenn man mit einem verschrammten Auto zurückkehrt: Nett bleiben, konsequent, nicht nachgeben. Und dann kommt diese Nettigkeit auch zu einem zurück. Lächeln! Und entspannt bleiben. Einfach mal keine Sorgen machen und den Moment nehmen wie er ist.

Ob es der Buddhismus ist oder die erste Soloreise: das nehme ich mit. Nach Hause.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Elefanten brauchen keine Worte


Was Marine-Navigationssysteme, Kühlanlagen, ein Restaurant und ein Hotel gemeinsam haben? Ich sitze in meiner neuen Unterkunft - und das alles ist ein Familienbetrieb. Unglaublich freundlich und fröhlich. Der Norden Phukets scheint etwas anders zu ticken als der Süden. Ich bestelle mir nach einem ereignisreichen Tag klassisch Pad Thai. So lecker (und ab jetzt in Deutschland wahrscheinlich nicht mehr essbar...)!


Ein Mädchen im Hello Kitty Schlafanzug betritt die Terrasse. Naja Terrasse ist zu viel gesagt; es handelt sich um die drei Tische hinter der kleinen Straßenküche. An der Kreuzung davor ist immer was los. Es herrscht zwar Entspanntheit, aber da verliert ein Moped ein paar Eiswürfel und dort stehen Muslime und Buddhisten nebeneinander und reden. Dieses Miteinander und - entschuldigt die Wiederholung, aber - entspannte Umgang miteinander würde ich mir häufig auch in Deutschland wünschen. Ein ganzer LKW voll mit Menschen auf der Ladefläche fährt vorbei. Möglicherweise sind es Mienenarbeiter. Die Armut hier ist allgegenwärtig.

Es ist das Ende eines spannenden Tages. Mittags im Phuket Elephant Sanctuary ist alles gut durchorganisiert und dennoch unglaublich entspannt. Ich muss das Wort so oft verwenden, denn es fällt einfach immer wieder auf. Nach einem leckeren Snack mit Sticky Reis und Mango (genial!) erklärt uns ein Guide die Geschichte der Einrichtung. Der Gründer hat lange mit Elefanten gearbeitet, aber als er ein altes Tier für seine letzten Tage irgendwo unterbringen wollte, gelang das nicht. So nahm er Kontakt mit der Leiterin des bekannten Sanctuary in Chiang Mai auf und letztlich gründete er dieses hier in Phuket. In einem Film (überhaupt ist alles sehr modern hier) wird uns gezeigt, was den Elefanten im Zirkus, für Shows oder durch Ritte mit Touristen angetan wird. Man kämpft mit den Tränen und versteht nicht, wie so etwas immer noch sein kann. Menschen sind sehr blind.

Dann dürfen wir sie beobachten. Nach Sicherheitseinweisung und in gebührendem Abstand. Denn viele Tiere haben Traumata oder Verletzungen. Zwei Elefanten werden im "Pool" nach Knochenbrüchen der Beine behandelt. Die eine  (es sind alles weibliche Tiere) musste erst lernen wie sie etwas zu fressen findet. Die andere ist auf beiden Aigen blind. Ihr Pfleger führt sie nur mit Worten. Denn schlau ist sie trotzdem. Als er schlief hat sie das Tor aufgemacht und ist zum Farmer nebenan gegangen. Kokosnüsse und Bananen klauen. Das Sanctuary musste ihm 5000 Baht Entschädigung zahlen und sie wieder abholen. Ach es gäbe noch viel zu sagen, aber manchmal ist es gut, einfach nur zu schauen.


Kurzerhand fahre ich danach zum Bang Pae. Es ist nicht weit, also wieso nicht. An der kurzen Straße sehe ich Bäume zur Kautschukgewinnung und dazwischen: weiße Kühe. Ein verlassener Parkplatz, ein paar Motoroller, alles ist geschlossen. Ich steige aus und laufe am Gibbon Rehabilitation Project vorbei (#ichliebediegeräuschehier). Es folgt ein kurzer aber steiler Pfad - mitten durch den Dschungel. Da gleich die Sonne untergeht, laufe ich eher wie diese Trailrunner bis hinauf. Klitschnass aber glücklich registriere ich, dass ich wirklich gerade mitten im Dschungel stehe. Auch hier: einfach nur schauen - und staunen.


Ich werde mich die nächsten Tage auf Koh Yao Noi erholen und überhaupt erst mal alles verarbeiten. Es sei denn ich entdecke gleich die nächsten Abenteuer!

PS.: Mein Fazit für heute? Elefanten brauchen keine Worte. Sie brauchen jedoch unsere Stimme, die den Menschen aufzeigt, dass es möglich ist, mit den Tieren das nötige Geld zu verdienen ohne sie zu malträtieren. Ich wünsche noch vielen Elefanten diese Rettung. Auch wenn es nicht die Freiheit ist, brauchen sie diesen - unseren - Schutz.





Dienstag, 29. Januar 2019

Tierisch Thai.

Ich habe meine ersten Elefanten gesehen. Am Straßenrand. Auf dem Weg zum Karon View Point standen sie plötzlich da. Natürlich mit Touristen drauf. Irgendeins dieser Camps, die Elefantenreiten anbieten und damit denkarme Besucher glücklich machen.

Tierisch geht es hier oft zu. Am Viewpoint angekommen, kann man sich mit weißen Adlern fotografieren lassen. Für den Straßenhund, der im Schatten einer Palme schläft, interessiert sich hingegen niemand.

Etwas später beim Abendessen. Ich ordere Rind in Tamarindsauce ("not spicy please!") und bekomme gesagt, es sei "finito". Also dann eben Ente mit einer Haube aus Garnelen und Sesam. Klingt speziell, dann probiere ich eben das. Was kommt, ist dann doch irgendetwas in Sauce, scharf. Probiere trotzdem. Muss fast weinen. Als der Teller halb leer ist, kommt ein Keller mit der Ente. Ich versuche aufzuklären. Danach bricht hinter mir ein lautstarker Streit los. Die Chefin scheint die anderen Keller/innen anzubrüllen. Höre was mit "Mu", verstehe nur es geht um mich. Als ich mich melde und versuche aufzuklären, kommt die Chefin selbst und fragt, ob ich immernoch Ente essen wolle. Als ich ja sage, bekomme ich den Teller der Aufregung dann hingestellt. Esse danach unter Beobachtung von etwa 5 Thais. Merke: Höflich sind sie mir gegenüber immer - aber sie können laut werden ;-)

Zeit für's Bett.

PS: Natürlich war ich schwimmen am wunderschönen Nai Harn Beach. Mein Tipp: Ganz am Ende des Strandes ein schattiges Plätzchen auf den Felsen unter Palmen erobern. Von dort hat man einen fantastischen Überblick über die Bucht und das Leben am Strand, zwischen Familien aus aller Welt und Kokosnussverkäufern.

Freitag, 21. Dezember 2018

Dickhäuterplanung - oder: noch 37 Tage bis zum Abflug

Elefanten sehen! Und vor allem anfassen! Ein Traum geht für mich in Erfüllung! Okay okay, erst in 41 Tagen - aber langsam steigt die Vorfreude. In den letzten Tagen habe ich mit den Planungen begonnen. Also nicht diese ganz Allgemeinen, sondern jetzt wird's konkret! Die ersten drei Unterkünfte stehen und eben ein Besuch im Phuket Elephant Sanctuary.

Die erste Woche ist also schon mal gefüllt und ich freue mich auf die vielen Eindrücke. Danach versuche ich es ruhiger angehen zu lassen und nicht schon jetzt alles durchzuplanen. Etwas auf mich zukommen zu lassen - auch das will gelernt sein. Wann kann man besser damit anfangen, als vor einer Reise, bei der ich ja sowieso nicht weiß, was auf mich zukommt. Und sie genau aus diesem Grund antrete. Hört sich zwar relaxed an, aber ein paar Schmetterlinge melden sich schon hin und wieder. Also wahnsinnig spannend wird's!

So, mein Zwischenstand: Flug: check, Rucksack: check, erste Unterkünfte: check. Elefanten: ich komme!