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Mittwoch, 13. Februar 2019

Bangkok

Bangkok ist anders. Hier gibt es alles: die wirklich allergrößte Armut, zwielichtige Typen, luxuriöse Skybars. Und dazwischen eine riesiger Haufen Touristen. Die Khao San Road, dessen Straßenmarkt als Backpacker ja quasi zum Pflichtprogramm gehört, empfinde ich als aufdringlich. Ob es die 10 Baht sind, damit man ein Foto von gerösteten Skorpionen machen kann, oder die mindestens 10 Händler, die einen ansprechen, während man hindurchschlendert und versucht zwischen Billigwaren aus China das eigentliche Bangkok zu entdecken: die Stadt lässt sich schwerlich erfassen. Es sind nahezu 40 Grad und der Smog lässt die Sonne nur gedämpft hindurch. Am Rande der Bars, wo Touristen sich überteuertes Chang gönnen, um ihr neues Henna Tattoo zu feiern, gibt es ein paar Essensstände, wo dies vielleicht noch gelingen mag.


Ein bisschen Echtheit entdecke ich, als ich morgens bereits um halb neun durch das Universitätsgelände laufe. Es ist schon jetzt unglaublich heiß, doch auf dem Campus fühle ich mich wohler. Nach einer halben Stunde Spaziergang brauche ich Abkühlung in einem klimatisierten Cafè. Draußen ziehen in Scharen die Reisegruppen auf dem Weg zum Großen Palast vorbei.

Hier scheint es als sei ganz China hier. Es ist unglaublich voll, kein Foto, kein Blick nach oben zu den wunderschönen Dekorationen der Gebäude ohne angerempelt zu werden. Kein Stehenbleiben, um die Geschichte der Wandmalereien zu verstehen, denn man wird weitergedrängt. Nach kaum 5 Minuten steigt eine Aggression in einem hoch, die wohl nicht im religiösen Sinne der eigentlich unglaublichen Anlage wäre. Setze mich auf eine Stufe im Schatten, nicht ohne, dass mir zweimal fast der Plan aus der Hand gerempelt wird, um wirklich zu versuchen diesen Ort jenseits des Tourismus zu erfassen. Es ist unmöglich. Stelle mir vor, hier allein durchlaufen zu können.


Der Smaragdbuddha, welcher eigentlich aus grüner Jade gehauen wurde, sitzt ganz klein auf ein hohen goldenen Thron umgeben von vielen Statuen. Ich überlege, was er von dort oben wohl zum Treiben hier unten sagen würde. Fotos sind hier nicht erlaubt, doch diesem den Thais heiligste Ort ist - so mein Empfinden - jede Heiligkeit verloren gegangen. Es wird telefoniert, die Reisegruppe zusammengerufen, gedrängelt. "Be quiet" steht am Eingang und vor der Tür pfeifen die polizeilichen Ordner die Massen in die richtige Richtung. Um den Palast selbst wird man natürlich in guten Abstand herum geleitet, doch die Gebäude selbst sind wirklich schön, die Mosaike unzählbar und überall ist es so herrlich bunt und golden.

Wat Arun kann das allerdings noch überbieten. Auf der anderen Seite des Flusses gelegen ist dieser Tempel, geziert mit rosa Blüten und überbordenden Mosaiken, ein Traum. Ich finde hier auch die vermisste Ruhe einer Tempelanlage wieder. Ein letzter Blick auf Buddha und ein paar Mönche, die im Schatten sitzen.


Ein Spaziergang durch den Markt, ein Pad Thai und der Weg durch viele verschiedene Viertel bis Chinatown lässt mich Abschied nehmen von dieser Stadt. Ausklingen lasse ich diesen Besuch mit einem Blick von oben. In der Above Eleven Skybar. Mit einem Cocktail. Es war eine grandiose Reise! Auf mich!

PS.: Der Blick von hier oben ist unglaublich. Unweigerlich treibt es mir die Tränen in die Augen. Diese Stadt kann man nicht so schnell erfassen. Ich muss wiederkommen. Und dennoch bin ich auch ein klein wenig stolz auf mich. Viele haben ungläubig geschaut, dass ich alleine reise. Engländer, Spanier, Einheimische. Dennoch: Ich habe alles geschafft. Auch wenn nicht immer alles nach Plan lief - ich hab das gewuppt! Ich glaube heute Abend habe ich gemerkt, dass ich alles schaffen kann. Und konnte es so richtig genießen. Der beste Mojito on top of the world! Na - zumindest gefühlt. 



Montag, 11. Februar 2019

Die frittierten Bananen von Doi Suthep

Ein bisschen verrückt ist es schon. Oder bin ich es. Denn ich glaube den Doi Suthep Berg läuft niemand hinunter. Da gibt es zwar die besonders Sportlichen, die den Aufstieg als Challenge nehmen, ausgerüstet mit sportlichen Schuhen oder gar einem Mountainbike. Aber hinunter? Nur ich und die Straße. Und der Monk Trail.

Ich entscheide mich dazu im Grunde schon auf dem Hinweg. Sitze im Songthaew mit einer Gruppe angehender spanischer Krankenpfleger/innen, die auf Partyurlaub sind. Die zahlreichen Kurven der Auffahrt holen meinen Magen jedoch recht zügig aus seiner Komfortzone und so laufe ich bereits die letzten fünf Minuten mit zwei netten Mädels aus Nordspanien zum Wat hoch. Angekommen scheint mir der Rückweg im Auto keine gute Idee. Ich sage also zunächst die Weiterfahrt zum Königspalast ab und gönne mir das entspannte Ansehen des Wat Doi Suthep. Dafür haben hier nicht viele die Zeit.


Ich setze mich erstmal in den Schatten und genieße die Atmosphäre. Naja um ehrlich zu sein versuche ich nur dem fürchterlichen Gestank der Tausenden Autos, Busse und Taxis am Fuße des Eingangs zu entfliehen. Zu Füßen Buddhas erhole ich mich von der Auffahrt und nehme dann die gut 300 Stufen zum Wat, was im Grunde einem Hindernislauf zum nicht-auf-dem-Selfie-sein gleicht.

Der Wat ist eine schöne Anlage mit einem riesigen goldenen Chedi, der einen regelrecht blendet. Ein paar Mönchen spenden Segen für Touristen. Überhaupt muss man sich sehr konzentrieren die Anlage überhaupt wahrzunehmen, so sehr ist sie doch geprägt von den Besuchern, die sie häufig als reines Fotomotiv zu sehen scheinen. Da ich nun aber zeit habe, setze ich mich hin und wieder auf die Stufen und beobachte einfach das Treiben. Die besondere Aussicht, die man von hier oben haben soll - nun sie erstickt ein wenig im Smog. Man kann sich nur verschwommen vorstellen, wie wahnsinnig sie sein muss bei reiner Luft. Und das Ausmaß der Verschmutzung wird hier so richtig deutlich. Was hunderte Chinesen nicht von einem Gruppenselfie vor nebeligem Hintergrund abhält.

Ich schlendere zurück und genieße es nicht Teil der gehetzten Menge zu sein. Am Eingang angekommen, suche ich mir das untouristischste Essen, was es hier oben gibt. Eine Portion frittierte Bananen für 30 Baht. Nach kurzer Recherche lese ich von einem Monk Trail, der zum weiter unten gelegeneren malerischen Wat Pha Lat führen soll. Die Mönche nutzten diesen als Pilgerpfad. In Sandalen oder Flip Flops. Dies wird laut Google zwar überhaupt nicht empfohlen, aber was solls. Ich habe Wasser und frittierte Bananen, ein Handy und die Powerbank (die übrigens für so eine Reise Gold wert war!). Was soll also schief gehen?

Und so klettere ich in Flip Flops für 2,99 EUR die 400 Höhenmeter auf etwa 2 km hinunter, mache
Rast am Wat Pha Lat und nehme dann die restlichen etwa 5 km an der Straße nach unten. Manchmal höre ich neben der Straße Geräusche und stelle mir vor, es ist eine Schlange oder ein Waran. Meine innere Ruhe lässt mich einfach immer weiter laufen und langsam freue ich mich sogar, dass ich diesen Weg nehme. Ich komme an einem Wasserfall und dem darunter liegenden Bergfluss vorbei. Die Füße in das kalte Wasser zu halten tut gut. Zeit für die frittierten Bananen. Angekommen im Abendlicht am Fuße des Berges direkt am Zoo von Chiang Mai setze ich mich dann in ein Songthaew und lasse mich zu meiner Unterkunft fahren.


Die Bananen hier werde ich wirklich vermissen. Ein thailändischer knuspriger Crêpe (oder Pancake wie sie hier sagen) mit Bananen gefüllt und Honig darüber ist schon fast zu meiner abendlichen Tradition geworden. Zeit für's Abendessen.

Sonntag, 10. Februar 2019

Stadt des Essens

Ich esse. Schon wieder. Werde von allen Seiten herumgeschubst und schaffe es dennoch meine Fleischspieße zu genießen. Und gleichzeitig zu schauen, was es am nächsten Stand leckeres gibt. Im Grunde gibt es hier auf dem Nachtmarkt einfach alles zu kaufen.


Noch wenige Stunden zuvor sitze ich mit einer Familie aus Vietnam und einem Kanadier am Tisch. Wir sind Teilnehmer des heutigen Kurses der Smart Cook Thai Cookery School und gleich geht es los. Nachdem wir mit Zug und Fahrrad auf eine Farm außerhalb von Chiang Mai gefahren sind, werden wir in den nächsten Stunden sechs Gerichte kochen. Ja, und auch essen!

Mein Menü:
- Tom Yam Gung
- Pad Thai
- Khao Soi, inkl. der dazugehörigen selbstgemachten Currypaste
- eine Art Sommerrolle mit Dip
- Papayasalat
- Sticky Reis mit Mango

Da wird also fast synchron in den Woks gerührt, in ohrenbetäubendem Lärm von sechs Mörsern die Currypasten hergestellt und schupps: schon steht das nächste tolle Gericht auf dem Tisch. Es geht unglaublich schnell! Und am Ende bin ich froh, ein kleines Büchlein mit Rezepten in der Hand zu haben.




Nach einer kurzen Verdauungspause zieht es mich dann aber wieder hinaus. Besichtige den Wat Phra Singh im herrlichen Abendlicht, welches den goldenen Chedi zum Leuchten bringt. Danach geht es fast nahtlos ins Gewühl des legendären Sunday Night Market.


Chiang Mai ist eben eine Stadt, die man irgendwie unwillkürlich erläuft. Ob man nun die Tempel erkundet oder sich auf dem Nachtmarkt im Gedränge zwischen den Ständen mit all den Leckereien wiederfindet - man bleibt hier immer neugierig.

Donnerstag, 7. Februar 2019

Verliebt

Es ist Koh Lanta. Der wirklich entspannteste, gemütlichste und schönste Ort dieser Reise. Es sind die vielen Strandbars, die auch wirklich wollen, dass du dort verweilst. Die Unkompliziertheit. Eine tolle Mischung aus allesamt sympathischen Mitreisenden und unheimlich netten Einheimischen. Die Klarheit des Meeres hier. Und ein fantastisches Abendessen in der süßen "Old Town" dieser Insel. Ich würde gern bleiben.

Doch das ist Licht- und Schattenseite einer solchen Erkundungstour, wie ich sie mache. Bleiben oder mehr kennen lernen? Es gibt kein richtig oder falsch. Ich werde wohl weiterreisen. Und wiederkommen.








Donnerstag, 31. Januar 2019

Elefanten brauchen keine Worte


Was Marine-Navigationssysteme, Kühlanlagen, ein Restaurant und ein Hotel gemeinsam haben? Ich sitze in meiner neuen Unterkunft - und das alles ist ein Familienbetrieb. Unglaublich freundlich und fröhlich. Der Norden Phukets scheint etwas anders zu ticken als der Süden. Ich bestelle mir nach einem ereignisreichen Tag klassisch Pad Thai. So lecker (und ab jetzt in Deutschland wahrscheinlich nicht mehr essbar...)!


Ein Mädchen im Hello Kitty Schlafanzug betritt die Terrasse. Naja Terrasse ist zu viel gesagt; es handelt sich um die drei Tische hinter der kleinen Straßenküche. An der Kreuzung davor ist immer was los. Es herrscht zwar Entspanntheit, aber da verliert ein Moped ein paar Eiswürfel und dort stehen Muslime und Buddhisten nebeneinander und reden. Dieses Miteinander und - entschuldigt die Wiederholung, aber - entspannte Umgang miteinander würde ich mir häufig auch in Deutschland wünschen. Ein ganzer LKW voll mit Menschen auf der Ladefläche fährt vorbei. Möglicherweise sind es Mienenarbeiter. Die Armut hier ist allgegenwärtig.

Es ist das Ende eines spannenden Tages. Mittags im Phuket Elephant Sanctuary ist alles gut durchorganisiert und dennoch unglaublich entspannt. Ich muss das Wort so oft verwenden, denn es fällt einfach immer wieder auf. Nach einem leckeren Snack mit Sticky Reis und Mango (genial!) erklärt uns ein Guide die Geschichte der Einrichtung. Der Gründer hat lange mit Elefanten gearbeitet, aber als er ein altes Tier für seine letzten Tage irgendwo unterbringen wollte, gelang das nicht. So nahm er Kontakt mit der Leiterin des bekannten Sanctuary in Chiang Mai auf und letztlich gründete er dieses hier in Phuket. In einem Film (überhaupt ist alles sehr modern hier) wird uns gezeigt, was den Elefanten im Zirkus, für Shows oder durch Ritte mit Touristen angetan wird. Man kämpft mit den Tränen und versteht nicht, wie so etwas immer noch sein kann. Menschen sind sehr blind.

Dann dürfen wir sie beobachten. Nach Sicherheitseinweisung und in gebührendem Abstand. Denn viele Tiere haben Traumata oder Verletzungen. Zwei Elefanten werden im "Pool" nach Knochenbrüchen der Beine behandelt. Die eine  (es sind alles weibliche Tiere) musste erst lernen wie sie etwas zu fressen findet. Die andere ist auf beiden Aigen blind. Ihr Pfleger führt sie nur mit Worten. Denn schlau ist sie trotzdem. Als er schlief hat sie das Tor aufgemacht und ist zum Farmer nebenan gegangen. Kokosnüsse und Bananen klauen. Das Sanctuary musste ihm 5000 Baht Entschädigung zahlen und sie wieder abholen. Ach es gäbe noch viel zu sagen, aber manchmal ist es gut, einfach nur zu schauen.


Kurzerhand fahre ich danach zum Bang Pae. Es ist nicht weit, also wieso nicht. An der kurzen Straße sehe ich Bäume zur Kautschukgewinnung und dazwischen: weiße Kühe. Ein verlassener Parkplatz, ein paar Motoroller, alles ist geschlossen. Ich steige aus und laufe am Gibbon Rehabilitation Project vorbei (#ichliebediegeräuschehier). Es folgt ein kurzer aber steiler Pfad - mitten durch den Dschungel. Da gleich die Sonne untergeht, laufe ich eher wie diese Trailrunner bis hinauf. Klitschnass aber glücklich registriere ich, dass ich wirklich gerade mitten im Dschungel stehe. Auch hier: einfach nur schauen - und staunen.


Ich werde mich die nächsten Tage auf Koh Yao Noi erholen und überhaupt erst mal alles verarbeiten. Es sei denn ich entdecke gleich die nächsten Abenteuer!

PS.: Mein Fazit für heute? Elefanten brauchen keine Worte. Sie brauchen jedoch unsere Stimme, die den Menschen aufzeigt, dass es möglich ist, mit den Tieren das nötige Geld zu verdienen ohne sie zu malträtieren. Ich wünsche noch vielen Elefanten diese Rettung. Auch wenn es nicht die Freiheit ist, brauchen sie diesen - unseren - Schutz.





Mittwoch, 30. Januar 2019

Auf Buddhas Spuren

Ein sanftes Klingeln der unzähligen kleinen Glocken und Windspiele erfüllt die Luft. Sitze dem Big Buddha zu Füßen und versuche den Ort zu erfassen. Trotz vieler Touristen kann es hier gelingen. Unter dem beeindruckenden Bauwerk meditiert eine Katze in aller Ruhe im Schatten. Zumindest sieht es beinahe so aus. Der Ausblick von hier über Phuket und das Meer ist atemberaubend. Doch im Schatten einiger Bäume kann man auch auf Buddhas Spurensuche gehen, sein Fußabdruck ist hier zu finden. Irgendwie wird man hier ganz entspannt.



Habe heute auch nur noch zweimal den Scheibenwischer statt des Blinkers betätigt und bin zuvor zum Wat Chalong gefahren. Eine große wunderschöne Tempelanlage mit - zu meinem Erstaunen - einem riesigen Markt dazwischen. Neben allerlei Plastik gibt es hier auch leckeres Essen. Frittierte Fische und frittiertes Ei, frisches Obst und eine Art Stange aus feinsten Teigfäden - man muss nicht wissen was es ist, einfach kosten! Nur die Insekten habe ich ausgelassen.
Ein paar Stunden später stehe ich wie ein begossener Pudel auf der Straße. Die zahllosen Straßenhunde neben mir interessiert das nicht. Wen ich interessiere - sind die Affen. Bin bei 35 Grad und gefühlten 100 Prozent Luftfeuchtigkeit den Affenhügel hochgelaufen. Also Hügel... Puh. Während ich das noch alles auf mich wirken lasse, ...rums...muss ich den Affen vom Rucksack abschütteln. Die eine Banane da drinnen ist für mich! Den Rest habe ich längst verfüttert oder besser gesagt in die kleinen Pfötchen gegeben. Die Kekstüte hat mir ein kleines vorwitziges Äffchen gleich im Ganzen geklaut. Hat dann allerdings in seiner Horde ordentlich Probleme bekommen.


Apropos Essen: Nachdem ich nun in Phuket die Thalang Road hinunterspaziert bin, lande ich natürlich auf dem Markt. Meine Nase trügt auch in Asien nicht. Neben allem Gemüse was man sich vorstellen kann, entdecke ich die winzigen Essensstände, eigentlich nicht größer als der Motorroller unter ihnen. Und dann gibt es kein Halten mehr: probiere Hühner- und Leberspieß, einen Sepia- und einen Fleischspieß (gewickelt) und noch eine Süßigkeit, die wahnsinnig lecker schmeckt: ein kleiner runder Teigfladen, eingeklappt und gefüllt mit einer Art Creme und möglicherweise kandierten Orangen. Jedenfalls kommt man so auf den Geschmack. Es treibt mich in eine Restaurantempfehlung: das Suay. Hier lasse ich dann mit Thunfischtartar, Crab Cake und geräucherter Whiskeyente ordentlich den Tag ausklingen. Heute war einfach alles perfekt!

PS.: Vielleicht liegt es ja an dem kleinen Bändchen, was ich um das Handgelenk trage. Ein buddhistischer Mönch hat es mir in einer kleinen Segnung (wenn man das hier so nennt) umgebunden.



Dienstag, 29. Januar 2019

Tierisch Thai.

Ich habe meine ersten Elefanten gesehen. Am Straßenrand. Auf dem Weg zum Karon View Point standen sie plötzlich da. Natürlich mit Touristen drauf. Irgendeins dieser Camps, die Elefantenreiten anbieten und damit denkarme Besucher glücklich machen.

Tierisch geht es hier oft zu. Am Viewpoint angekommen, kann man sich mit weißen Adlern fotografieren lassen. Für den Straßenhund, der im Schatten einer Palme schläft, interessiert sich hingegen niemand.

Etwas später beim Abendessen. Ich ordere Rind in Tamarindsauce ("not spicy please!") und bekomme gesagt, es sei "finito". Also dann eben Ente mit einer Haube aus Garnelen und Sesam. Klingt speziell, dann probiere ich eben das. Was kommt, ist dann doch irgendetwas in Sauce, scharf. Probiere trotzdem. Muss fast weinen. Als der Teller halb leer ist, kommt ein Keller mit der Ente. Ich versuche aufzuklären. Danach bricht hinter mir ein lautstarker Streit los. Die Chefin scheint die anderen Keller/innen anzubrüllen. Höre was mit "Mu", verstehe nur es geht um mich. Als ich mich melde und versuche aufzuklären, kommt die Chefin selbst und fragt, ob ich immernoch Ente essen wolle. Als ich ja sage, bekomme ich den Teller der Aufregung dann hingestellt. Esse danach unter Beobachtung von etwa 5 Thais. Merke: Höflich sind sie mir gegenüber immer - aber sie können laut werden ;-)

Zeit für's Bett.

PS: Natürlich war ich schwimmen am wunderschönen Nai Harn Beach. Mein Tipp: Ganz am Ende des Strandes ein schattiges Plätzchen auf den Felsen unter Palmen erobern. Von dort hat man einen fantastischen Überblick über die Bucht und das Leben am Strand, zwischen Familien aus aller Welt und Kokosnussverkäufern.